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Kaufberatung Frischwasserspeicher

Ein Frischwasserspeicher ist die modernste Lösung für eine sichere und effiziente Warmwasserbereitung. Er erzeugt warmes Trinkwasser genau dann, wenn du es brauchst - frisch, bedarfsgerecht und hygienisch. Das Prinzip ist einfach: Statt warmes Wasser zu bevorraten, wird das Trinkwasser erst bei Bedarf erwärmt, vergleichbar mit einem frisch zubereiteten Menü in einem guten Restaurant. In dieser Kaufberatung erfährst du, wie Frischwasserspeicher funktionieren, worin sie sich von anderen Speicherlösungen unterscheiden und worauf du bei der Auswahl achten solltest.

Das Wichtigste in Kürze!

  • Aufgabe: Ein Frischwasserspeicher speichert Heizungswasser und überträgt die darin enthaltene Wärme bei Bedarf auf das Trinkwasser, ohne direkten Kontakt zwischen beiden.
  • Größe: Die Größe eines Frischwasserspeichers richtet sich nach dem Warmwasserbedarf im Haushalt. Entscheidend ist, wie viel Warmwasser gleichzeitig genutzt wird, etwa beim Duschen oder Baden.
  • Energie sparen: Ein Frischwasserspeicher arbeitet energieeffizient, da Warmwasser nur dann erzeugt wird, wenn es tatsächlich gebraucht wird. Das Trinkwasser muss nicht dauerhaft warmgehalten werden.
  • Pflege: Frischwasserspeicher sind wartungsarm und hygienisch. Der Pflegeaufwand beschränkt sich auf die normale Heizungswartung.

Im Folgenden beantworten wir diese häufig gestellten Fragen:

  • Was ist ein Frischwasserspeicher und wie funktioniert er?

  • Was ist der Unterschied zwischen Durchlauferhitzer und Frischwasserspeicher?

  • Warum ist ein Frischwasserspeicher eine deutlich sauberere Lösung als ein klassischer Trinkwasserspeicher?

  • Ist ein Frischwasserspeicher wirklich sicher vor Legionellen?

  • Für welche Heizsysteme eignet sich ein Frischwasserspeicher besonders?

  • Warum passt ein Frischwasserspeicher besonders gut zu einer Wärmepumpe?

  • Mit wie vielen Energiequellen kann ein Frischwasserspeicher betrieben werden?

  • Wie dimensioniere ich einen Frischwasserspeicher richtig?

  • Welche Bauformen gibt es bei einem Frischwasserspeicher?

  • Was ist bei Anschlüssen, Einbindung und Zubehör eines Frischwasserspeichers zu beachten?

  • Wie aufwendig ist die Wartung eines Frischwasserspeichers?

  • Häufige Probleme und Lösungen

Was ist ein Frischwasserspeicher und wie funktioniert er?

Ein Frischwasserspeicher speichert Heizungswasser und nutzt diese Wärme, um Trinkwasser erst bei Bedarf zu erwärmen. Er ist damit gleichzeitig Wärmespeicher für das Heizsystem und Lösung für eine hygienische Warmwasserbereitung.

Ein Frischwasserspeicher, häufig auch Hygienespeicher genannt, unterscheidet sich grundlegend von einem klassischen Warmwasserspeicher. Während dort bereits erwärmtes Trinkwasser im Tank bevorratet wird, befindet sich im Frischwasserspeicher ausschließlich Heizungswasser. Dieses wird von der Heizung, einer Wärmepumpe oder einer Solarthermie-Anlage aufgeheizt und als Energiequelle gespeichert.

Wird warmes Wasser benötigt, fließt kaltes Trinkwasser durch eine integrierte Rohrleitung im Inneren des Speichers. Diese Leitung ist von heißem Heizungswasser umgeben. Die Wärme wird über die Rohrwand auf das darin durchlaufende Wasser übertragen, ohne dass sich beide Wasserkreisläufe vermischen. Man spricht daher von einer Warmwasserbereitung im Durchlaufprinzip.

Dieses Prinzip ist ein zentrales Element der modernen Frischwassertechnik: Trinkwasser wird nicht gespeichert, sondern erst im Moment der Entnahme hygienisch erwärmt. Dadurch entsteht ein besonders hoher Schutz vor Legionellen. Speicher mit diesem Aufbau werden in der Heiztechnik auch als Kombispeicher mit Frischwassertechnik bezeichnet.

Was ist der Unterschied zwischen Durchlauferhitzer und Frischwasserspeicher?

Ein Durchlauferhitzer erhitzt Trinkwasser direkt mit Strom, ein Frischwasserspeicher nutzt dazu die Wärme des Heizsystems.

Der elektrische Durchlauferhitzer arbeitet unabhängig vom Heizsystem und wird meist direkt an einzelnen Entnahmestellen in Küche oder Bad installiert. Für kleinere Wohneinheiten oder einzelne Entnahmestellen ist das eine unkomplizierte Lösung.

Ein Frischwasser- oder Hygienespeicher ist Teil eines zentralen Heizsystems. Beim Öffnen des Wasserhahns fließt kaltes Trinkwasser durch einen Wärmetauscher und wird dort mit der gespeicherten Energie des Heizungswassers erwärmt. Diese Form der Warmwasserbereitung im Durchlaufprinzip lässt sich effizient mit Wärmepumpe, Solar oder gemischten Heizsystemen kombinieren. Sie bietet hohen Warmwasserkomfort und eine sehr gute hygienische Trinkwassererwärmung mit zuverlässigem Schutz vor Legionellen.

 

MerkmaleDurchlauferhitzerFrischwasserspeicher
Art der Erwärmung
Direkt elektrisch
Anbindung an Heizsystem
Speicherung
Keine
Heizungswasser
Trinkwasserbevorratung
Nein
Nein
Integration erneuerbarer Energie
Eingeschränkt
Mit Wärmepumpe und Solar kombinierbar
Komfort bei mehreren Zapfstellen
Begrenzt
Sehr komfortabel
Hygiene
Gut
Sehr gut

Warum ist ein Frischwasserspeicher eine deutlich sauberere Lösung als ein klassischer Trinkwasserspeicher?

Ein Frischwasserspeicher bevorratet kein warmes Trinkwasser. Dadurch bleiben Kalk, Rost und Schlamm im Speicherinneren weitgehend aus.

Bei einem klassischen Trinkwasserspeicher wird erwärmtes Trinkwasser bevorratet. Es steht dort oft über viele Stunden oder Tage. Mit der Zeit können sich Kalk, Rost und Schlamm bilden, besonders bei hartem Wasser. Sauerstoff und Mineralien greifen das Material an. Wie das nach Jahren im Inneren aussehen kann, zeigen die Bilder sehr deutlich: dicke Kalkschichten, Rostspuren und Ablagerungen am Boden des Behälters. 

Beim Hygienespeicher zirkuliert dagegen nur Heizungswasser in einem geschlossenen Kreislauf. Das Trinkwasser strömt durch ein Edelstahlrohr, nimmt dort die Wärme auf und fließt direkt weiter zur Zapfstelle. Es bleibt nicht im Tank zurück.

Das bedeutet konkret für dich:

  • Kaum Ablagerungen im Speicherinneren
  • Keine Korrosionsschäden durch Sauerstoff
  • Keine Schlamm- oder Rostbildung im Trinkwasser
  • Keine hygienischen Risiken durch stehendes Warmwasser

Ein Frischwasserspeicher ist nicht wartungsfrei. Aber durch deutlich weniger typische Ablagerungen, wie sie bei älteren Warmwasserspeichern häufig zu sehen sind, ist die Trinkwassererwärmung besonders hygienisch.

Ist ein Frischwasserspeicher wirklich sicher vor Legionellen?

Ein Frischwasser- oder Hygienespeicher nimmt Legionellen praktisch die Grundlage: Er speichert kein warmes Trinkwasser, sondern erwärmt das Wasser frisch bei Bedarf.

Legionellen vermehren sich vor allem in warmem Wasser, das über längere Zeit steht. In klassischen Trinkwasserspeichern kann genau diese Situation entstehen. Deshalb müssen solche Systeme regelmäßig auf hohe Temperaturen aufgeheizt werden.

Ein Frischwasserspeicher arbeitet anders. Im Tank befindet sich ausschließlich Heizungswasser. Das Trinkwasser wird im Durchlaufprinzip erwärmt und direkt entnommen. Es verbleibt nicht im Speicher.

Damit fehlt die entscheidende Grundlage für eine Vermehrung im Tank. Das schafft von vornherein ein hohes Maß an Sicherheit und Vertrauen in die eigene Warmwasserbereitung.

 

Info-Box: Was ist ein Edelstahlwellrohr?

Im Inneren eines Frischwasserspeichers verläuft ein gewendeltes Rohr aus Edelstahl. Durch dieses Rohr fließt das kalte Trinkwasser, wenn du den Wasserhahn öffnest. Außen herum befindet sich das heiße Heizungswasser.

Das Edelstahlwellrohr wirkt wie ein Wärmetauscher: Es nimmt die gespeicherte Wärme auf und gibt sie sofort an das durchströmende Trinkwasser ab. Die gewellte Form sorgt dafür, dass besonders viel Oberfläche entsteht. So kann die Wärme schnell und gleichmäßig übertragen werden. Das Ergebnis: konstante Temperatur und hoher Warmwasserkomfort, auch wenn mehrere Entnahmestellen genutzt werden.

Edelstahl ist langlebig und widerstandsfähig gegenüber Wasser. Er eignet sich dauerhaft für die hygienische Trinkwassererwärmung. Bei OEG wird dieses Edelstahlwellrohr in eigener deutscher Fertigung hergestellt.

Für welche Heizsysteme eignet sich ein Frischwasserspeicher besonders?

Ein Frischwasser- oder Hygienespeicher eignet sich besonders für Heizsysteme, bei denen ein Pufferspeicher notwendig ist, etwa bei Wärmepumpen, Solarthermie-Anlagen, Biomasseheizungen oder auch kombinierten Heizungsanlagen.

In diesen Systemen wird Heizungswasser ohnehin zwischengespeichert. Die Warmwasserbereitung im Durchlaufprinzip nutzt diese vorhandene Energie direkt und sorgt für eine besonders hygienische Trinkwassererwärmung, da kein Trinkwasser bevorratet wird.

Wichtig ist die Unterscheidung:
Wird eine Anlage neu geplant und ein Pufferspeicher ist Bestandteil des Konzepts, ist ein Frischwasserspeicher als integrierte Lösung sehr sinnvoll. Ist dagegen bereits ein Pufferspeicher vorhanden, wird in der Praxis häufig eine separate Frischwasserstation nachgerüstet.

Bei klassischen Gas- oder Ölheizungen ist ein Pufferspeicher oft nicht zwingend notwendig. Hier ist der Einsatz eher eine Frage von Komfort, Modernisierung und Hygiene. 

HeizsystemEignungWarum sinnvoll?
Wärmepumpe
⭐⭐⭐⭐⭐
Pufferspeicher meist erforderlich, ideale Kombination mit Warmwasserbereitung im Durchlaufprinzip
Solarthermie
⭐⭐⭐⭐
Solarwärme wird im Pufferspeicher gespeichert und hygienisch genutzt
Pellet-, Holz-, Biomasseheizung
⭐⭐⭐⭐
Wärmespitzen machen Pufferspeicher notwendig, Frischwassertechnik ergänzt sinnvoll
Hybridanlagen
⭐⭐⭐⭐⭐
Mehrere Energiequellen speisen einen zentralen Pufferspeicher
Gas- oder Ölheizung
⭐⭐
Pufferspeicher oft nicht zwingend erforderlich, daher weniger typischer Einsatz

Info-Box: Was ist eine Frischwasserstation?

Eine Frischwasserstation ist eine separate Einheit zur Warmwasserbereitung im Durchlaufprinzip. Sie wird an einen Pufferspeicher angeschlossen und erwärmt das Trinkwasser über einen Wärmetauscher.

Im Unterschied zum Frischwasser- oder Hygienespeicher sitzt der Wärmetauscher hier nicht im Speicher, sondern in einem externen Modul. Vorteil: Bestehende Pufferspeicher lassen sich damit zur hygienischen Warmwasserbereitung nachrüsten. Es wird kein Warmwasser bevorratet, was den Schutz vor Legionellen unterstützt.

In dieser Kombination spricht man von einem Pufferspeicher mit Frischwasserstation: Der Pufferspeicher speichert die Heizenergie, die Station übernimmt die Erwärmung des Trinkwassers beim Zapfen.

 

Warum passt ein Frischwasserspeicher besonders gut zu einer Wärmepumpe?

Ein Frischwasser- oder Hygienespeicher passt besonders gut zu einer Wärmepumpe, weil beide Systeme effizient arbeiten, wenn Wärme gespeichert und gleichmäßig genutzt wird.

Eine Wärmepumpe arbeitet am wirtschaftlichsten bei niedrigen und möglichst konstanten Temperaturen. Häufiges Ein- und Ausschalten verschlechtert die Effizienz und erhöht den Stromverbrauch.

Ein Frischwasserspeicher speichert Heizungswasser als Wärmereserve. Die von der Wärmepumpe erzeugte Wärme wird zunächst im Speicher gesammelt und erst bei Bedarf für die Warmwasserbereitung im Durchlaufprinzip genutzt. Dadurch kann die Wärmepumpe länger und gleichmäßiger laufen.

Ein weiterer Vorteil: Da kein Trinkwasser bevorratet wird, müssen keine dauerhaft hohen Temperaturen im Speicher gehalten werden. Das passt gut zum typischen Niedertemperaturbereich einer Wärmepumpe: Das Heizungswasser im Speicher wird meist auf etwa 45 bis 55 Grad erwärmt. Beim Zapfen strömt kaltes Trinkwasser durch einen groß dimensionierten Wärmetauscher und nimmt dort die gespeicherte Energie unmittelbar auf. So erreicht es direkt die gewünschte Dusch- oder Badetemperatur, ohne dass im gesamten Speicher 60 Grad erforderlich sind.

So entsteht ein stimmiges Gesamtsystem aus Wärmepumpe und Speicher - effizient, langlebig und besonders gut für moderne Heizkonzepte geeignet. Gleichzeitig unterstützt dieses Zusammenspiel eine hohe Nachhaltigkeit, da erneuerbare Energiequellen wie Wärmepumpe, Solar oder Photovoltaik effizient eingebunden und optimal genutzt werden können.

 

Mit wie vielen Energiequellen kann ein Frischwasserspeicher betrieben werden?

Ein Frischwasser- oder Hygienespeicher kann mit einer, zwei oder mehreren Wärmequellen arbeiten, zum Beispiel mit einer Wärmepumpe, mit Solarthermie oder mit einem kombinierten Heizsystem.

Der Speicher enthält Wasser, das von deiner Heizung erwärmt wird. Diese Energie wird für die spätere Warmwasserbereitung im Durchlaufprinzip gespeichert.

  • Eine Energiequelle (monovalent)Zum Beispiel eine einzelne Wärmepumpe oder ein Heizkessel. Diese eine Wärmequelle erwärmt direkt das Wasser im Speicher. Ein zusätzlicher Wärmetauscher ist nicht erforderlich.
  • Zwei Energiequellen (bivalent)Häufig wird eine Solarthermie-Anlage mit einer zweiten Wärmequelle kombiniert. Damit die Sonnenwärme in den Speicher übertragen werden kann, ist im unteren Bereich ein Glattrohrwärmetauscher eingebaut. Dabei handelt es sich um eine fest integrierte Rohrschlange im Inneren des Speichers. Durch dieses Rohr fließt die erwärmte Solarflüssigkeit aus den Kollektoren auf dem Dach und gibt ihre Wärme an das Heizungswasser im Speicher ab.
  • Mehrere Energiequellen (multivalent)Werden mehrere zusätzliche Wärmequellen genutzt, kommen entsprechend mehrere Wärmetauscher zum Einsatz.

Zusätzlich kann ein elektrischer Heizstab integriert werden. Er erwärmt bei Bedarf das Heizungswasser im Speicher, etwa zur Nutzung von überschüssigem Photovoltaik-Strom oder als Absicherung bei niedrigen Außentemperaturen.

Wie dimensioniere ich einen Frischwasserspeicher richtig?

Die richtige Größe eines Frischwasser- oder Hygienespeichers hängt davon ab, wie viel warmes Wasser zur gleichen Zeit gebraucht wird. Nicht die Anzahl der Personen entscheidet, sondern die gleichzeitige Nutzung.

Ein Frischwasserspeicher speichert kein fertiges Warmwasser. Er speichert Wärme. Warmes Wasser entsteht erst dann, wenn du den Hahn aufdrehst. Deshalb muss genügend Wärme im Speicher vorhanden sein, wenn mehrere Entnahmestellen gleichzeitig genutzt werden. Typische Situationen sind morgens oder abends: Zwei Duschen laufen gleichzeitig. Oder jemand duscht, während in der Küche Wasser gebraucht wird. In solchen Momenten wird besonders viel warmes Wasser benötigt.

Das Speichervolumen wirkt dabei wie eine Energiereserve. Es sorgt dafür, dass genügend Wärme vorhanden ist, wenn kurzfristig mehr Warmwasser gebraucht wird. Ist der Speicher zu klein, kann die Temperatur spürbar schwanken. Ist er unnötig groß, entstehen höhere Kosten.

Neben der richtigen Speichergröße beeinflusst auch die Qualität der Dämmung die Effizienz. Eine gute Isolierung reduziert Wärmeverluste und verhindert unnötiges Nachheizen.

Bei einer Wärmepumpe arbeitet das System meist mit niedrigeren Temperaturen als bei einem Heizkessel. In diesem Fall ist ein etwas größerer Speicher oft sinnvoll, damit die Warmwassertemperatur auch bei gleichzeitiger Nutzung stabil bleibt.

Deep Dive: Welche Speichergröße ist in der Praxis üblich?

Für Einfamilienhäuser haben sich bestimmte Größenbereiche etabliert. Sie dienen als Orientierung, ersetzen jedoch nicht die fachgerechte Berechnung.

  • Geringe gleichzeitige Nutzung: Zum Beispiel ein bis zwei Personen, die überwiegend nacheinander duschen.
    → häufig 300 bis 400 Liter ausreichend.
  • Regelmäßige gleichzeitige Nutzung: Zum Beispiel zwei Duschen oder Dusche plus Küche.
    → meist 400 bis 600 Liter sinnvoll.
  • Hoher Komfortanspruch: Große Regendusche, Badewanne oder mehrere parallele Entnahmen.
    → entsprechend größer dimensionieren.

Entscheidend ist jedoch nicht nur das Speichervolumen. Ein Frischwasser- oder Hygienespeicher stellt keine fertigen Liter Warmwasser bereit, sondern gespeicherte Wärme. Diese Wärme muss im Moment der Entnahme schnell genug auf das durchströmende Trinkwasser übertragen werden.

Wird innerhalb kurzer Zeit viel Warmwasser benötigt, muss der Wärmetauscher die erforderliche Leistung sofort bereitstellen können. Gleichzeitig ist eine saubere hydraulische Einbindung entscheidend. Nur wenn Speichergröße, Warmwasserleistung, Systemtemperaturen und Regelung aufeinander abgestimmt sind, bleibt die Temperatur stabil und die Anlage arbeitet effizient.

Welche Bauformen gibt es bei einem Frischwasserspeicher?

Frischwasser- oder Hygienespeicher sind als Stand-, Liegend- oder Unterstellspeicher erhältlich. Die Bauform richtet sich nach den räumlichen Gegebenheiten und dem Anlagenkonzept der Heizung.

  • Standspeicher:
    Diese Variante wird senkrecht aufgestellt und ist im Neubau die häufigste Lösung. Sie eignet sich besonders dann, wenn ausreichend Deckenhöhe vorhanden ist und ein größeres Speichervolumen vorgesehen ist. Durch die vertikale Bauweise lässt sich der Speicher gut in moderne Anlagen mit Wärmepumpe oder Solar integrieren.
  • Liegendspeicher:
    Wenn die Raumhöhe begrenzt ist, etwa in Altbaukellern, kommt ein liegender Hygienespeicher zum Einsatz. Er wird waagerecht installiert und benötigt mehr Grundfläche, ermöglicht aber auch in niedrigen Technikräumen eine vollständige Integration ins Heizsystem.
  • Unterstellspeicher:
    Diese kompakte Bauform wird direkt unter einer wandhängenden Heizung oder einer kleineren Wärmepumpe montiert. Sie ist sinnvoll bei beengten Platzverhältnissen. Das Speichervolumen ist hier meist kleiner ausgelegt.
  • Helge Möller
  • Leiter Produktmanagement

Experten-Tipp: Heizen und Kühlen gemeinsam denken

„Ein Frischwasserspeicher sorgt für hygienisches Warmwasser. In Verbindung mit einer Wärmepumpe entsteht ein sehr effizientes System. Wenn du neu baust oder sanierst, lohnt es sich jedoch, auch an den Sommer zu denken.

Ein Reverse+ Frischwasserspeicher von OEG kann nicht nur Wärme, sondern auch Kälte in das System integrieren. Im Winter speichert er warmes Heizungswasser für Heizung und Warmwasserbereitung im Durchlaufprinzip. Im Sommer kann die Wärmepumpe überschüssige Raumwärme aufnehmen und in den unteren Speicherbereich abführen.

Entscheidend ist dabei die stabile Temperaturschichtung im Speicher. Warmes Heizungswasser steigt nach oben, kühleres sinkt nach unten. Diese natürliche Schichtung wird konstruktiv unterstützt und gezielt genutzt: Im oberen Bereich steht ausreichend hohe Temperatur für die Trinkwassererwärmung bereit. Im unteren Bereich können niedrigere Temperaturen für Heiz- oder Kühlkreise genutzt werden. Die beiden Temperaturzonen bleiben hydraulisch voneinander getrennt. Dadurch wird gleichzeitig Warmwasserkomfort und Kühlfunktion ermöglicht, ohne dass sich die Temperaturniveaus gegenseitig negativ beeinflussen.

Wer diese Option frühzeitig einplant, schafft ein flexibles Gesamtsystem. Ein Reverse+ Speicher ist keine Pflicht. Er bietet jedoch langfristig mehr Komfort, bessere Effizienz und zusätzliche Zukunftssicherheit."

Was ist bei Anschlüssen, Einbindung und Zubehör eines Frischwasserspeichers zu beachten?

Ein Frischwasser- oder Hygienespeicher verbindet deine Heizung mit der Warmwasserversorgung im Haus. Damit alles zuverlässig und effizient funktioniert, müssen die passenden Bauteile richtig abgestimmt sein.

Dazu gehören unter anderem:

  • Temperaturfühler: Sie überwachen die Speichertemperatur und sorgen dafür, dass bei Bedarf Wärme nachgeliefert wird, damit ausreichend Energie für die Warmwasserbereitung bereitsteht.
  • Sicherheitsventile und Ausdehnungsgefäß: Sie schützen die Anlage vor zu hohem Druck.
  • Zirkulationspumpe (optional): Bei längeren Leitungswegen sorgt sie dafür, dass warmes Wasser sofort am Wasserhahn ankommt und nicht erst nach längerer Wartezeit.
  • Elektrischer Heizstab (optional): Er kann das Heizungswasser zusätzlich erwärmen, zum Beispiel wenn überschüssiger Strom aus einer Photovoltaikanlage genutzt werden soll.
  • Passende Anschlusssets und Dämmung: Sie sorgen für eine saubere, energieeffiziente Einbindung in das Heizsystem.

Welche Ausstattung im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von der Größe des Hauses, dem Heizsystem und den individuellen Komfortwünschen ab. Ein qualifizierter Fachbetrieb plant die Anlage, stimmt alle Komponenten aufeinander ab und sorgt dafür, dass dein Frischwasserspeicher dauerhaft zuverlässig arbeitet.

Speicher in 3D ansehen und Anschlüsse besser verstehen

Wie aufwendig ist die Wartung eines Frischwasserspeichers?

Ein Frischwasser- oder Hygienespeicher ist wartungsarm, aber nicht wartungsfrei.

Da im Speicher kein Trinkwasser bevorratet wird, entfallen typische Wartungspunkte eines klassischen Warmwasserspeichers, etwa die regelmäßige Kontrolle oder der Austausch einer Opferanode.

Dennoch sollten folgende Punkte im Rahmen der Heizungswartung überprüft werden:

  • Funktion der Temperaturfühler
  • Zustand von Sicherheitsventilen und Anschlüssen
  • korrekte Einbindung ins Heizsystem
  • bei hartem Wasser: Kontrolle des Wärmetauschers auf Kalk
  • Das innenliegende Edelstahlwellrohr kann bei Bedarf mit einer Entkalkungspumpe gespült oder entkalkt werden. 

Wichtig ist eine fachgerechte Installation gemäß den Vorgaben der Trinkwasserverordnung sowie der einschlägigen DIN-Normen, etwa DIN EN 1717 und DIN 1988. Ebenso entscheidend ist die regelmäßige Wartung der gesamten Heizungsanlage. So bleibt die hygienische Trinkwassererwärmung dauerhaft zuverlässig.

Häufige Probleme und Lösungen

  1. Mein Warmwasser schwankt bei gleichzeitiger Nutzung.
    Wenn mehrere Entnahmestellen gleichzeitig genutzt werden, kann die gespeicherte Wärmemenge kurzfristig nicht ausreichen. Ursache sind meist ein zu knapp gewähltes Speichervolumen oder eine nicht optimal abgestimmte Regelung. Eine fachliche Überprüfung von Speichergröße und Anlagenleistung sorgt für stabile Temperaturen auch bei paralleler Nutzung.

  2. Meine Heizungsanlage läuft unruhig oder schaltet häufig ein und aus.
    Ist das Wasservolumen im System zu gering oder hydraulisch ungünstig eingebunden, kann der Speicher seine ausgleichende Funktion nicht vollständig erfüllen. Eine Prüfung von Puffervolumen, Einbindung und Regelung bringt wieder Ruhe in den Anlagenbetrieb.

  3. Die Warmwasserleistung nimmt mit der Zeit ab.
    Bei sehr hartem Wasser können sich im Edelstahlwellrohr Kalkablagerungen bilden. Dadurch wird die Wärmeübertragung reduziert. Eine Kontrolle im Rahmen der Heizungswartung sowie gegebenenfalls eine Spülung des Wärmetauschers stellen die volle Leistung wieder her.

 

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