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Kaufberatung Solar-Warmwasserspeicher

Ein Solarspeicher ist ein Warmwasserspeicher für eine Solaranlage. Die Anlage erzeugt Wärme aus Sonnenenergie, immer dann, wenn die Sonne scheint. Warmes Wasser wird jedoch oft zu anderen Zeiten benötigt, etwa morgens beim Duschen oder abends in der Küche. Ein Solar-Warmwasserspeicher sorgt durch eine gute Isolierung dafür, dass die Sonnenwärme nicht verloren geht. Er speichert die gewonnene Energie und hält sie über viele Stunden bereit, auch wenn gerade keine Sonne scheint. In dieser Kaufberatung erfährst du, wie ein Solar-Warmwasserspeicher funktioniert und worauf du bei Auswahl und Größe achten solltest.

Das Wichtigste in Kürze!

  • Aufgabe: Ein Solar-Warmwasserspeicher speichert die Wärme der Solarthermieanlage und sorgt dafür, dass jederzeit warmes Wasser für Dusche, Bad oder Küche genutzt werden kann.
  • Größe: Die Speichergröße richtet sich nach dem Warmwasserbedarf im Haushalt und nach der Größe der Solaranlage. In Einfamilienhäusern werden häufig Speicher zwischen etwa 300 und 500 Litern eingesetzt.
  • Energie: Der Speicher ermöglicht es, die erzeugte Sonnenwärme optimal zu nutzen. Besonders im Sommer deckt Solarthermie oft einen großen Teil des Warmwasserbedarfs.
  • Pflege: Solarspeicher sind wartungsarm. Im Rahmen der Heizungswartung werden Sicherheitsventile, Temperaturfühler und bei emaillierten Speichern auch die Schutzanode überprüft.

Im Folgenden beantworten wir diese häufig gestellten Fragen:

  • Was ist ein Solar-Warmwasserspeicher und wie funktioniert er?

  • Was unterscheidet einen Solar-Warmwasserspeicher von einem normalen Trinkwasserspeicher?

  • Mit welchen Heizsystemen lässt sich ein Solar-Warmwasserspeicher kombinieren?

  • Passt ein Solar-Warmwasserspeicher besonders gut zu einer Wärmepumpe?

  • Wie groß sollte ein Solar-Warmwasserspeicher sein?

  • Wie viel Warmwasser kann eine Solarthermieanlage mit einem Solarspeicher liefern?

  • Wie bleibt das Trinkwasser in einem Solar-Warmwasserspeicher hygienisch?

  • Gibt es Alternativen zu einem klassischen Solar-Warmwasserspeicher?

  • Wie wird ein Solar-Warmwasserspeicher eingebunden und welche Komponenten werden dafür benötigt?

  • Wie aufwendig ist die Wartung eines Solar-Warmwasserspeichers?

  • Kann man einen Solar-Warmwasserspeicher auch als Komplettsystem kaufen?

  • Häufige Probleme und deren Lösungen

Was ist ein Solar-Warmwasserspeicher und wie funktioniert er?

Ein Solar-Warmwasserspeicher nimmt die Wärme einer Solarthermieanlage auf und stellt sie später als warmes Wasser im Haushalt bereit.

Die auf dem Dach installierten Sonnenkollektoren erwärmen eine spezielle Flüssigkeit. Diese transportiert die Wärme zum Warmwasserspeicher.

Im Inneren des Speichers verlaufen Rohrschlangen. Durch die untere Rohrschlange fließt die erwärmte Solarflüssigkeit aus den Sonnenkollektoren auf dem Dach. Sie gibt ihre Wärme an das Wasser im Speicher ab. Die Flüssigkeit aus der Solaranlage und das Wasser im Speicher bleiben dabei voneinander getrennt.

Das erwärmte Wasser steht anschließend im Speicher als Warmwasser bereit, zum Beispiel zum Duschen, Baden oder Spülen. Eine gute Isolierung sorgt dafür, dass die gespeicherte Wärme über viele Stunden erhalten bleibt.

Man kann sich das System ein wenig wie eine große Thermoskanne für Sonnenwärme vorstellen: Tagsüber sammelt die Solaranlage Energie, und der Speicher hält sie so lange bereit, bis sie im Haus gebraucht wird.

Was unterscheidet einen Solar-Warmwasserspeicher von einem normalen Trinkwasserspeicher?

Ein Solar-Warmwasserspeicher kann zusätzlich Wärme aus einer Solarthermieanlage nutzen. Ein normaler Trinkwasserspeicher wird dagegen meist von einer Heizung oder Wärmepumpe erwärmt.

Ein Solar-Warmwasserspeicher ist ähnlich aufgebaut wie ein klassischer Trink- oder Brauchwasserspeicher, kann jedoch zusätzlich die Wärme einer Solarthermieanlage nutzen. Diese wird über eine Rohrschlange im Inneren des Speichers übertragen. Eine solche Rohrschlange wird auch Wärmetauscher genannt.

Damit sowohl Solarwärme als auch Heizwärme genutzt werden können, besitzen viele Solarspeicher mehrere Wärmetauscher. Über sie können verschiedene Wärmequellen an den Speicher angeschlossen werden.

Arbeitet der Speicher mit zwei Wärmequellen, spricht man von einem bivalenten Speicher. Werden mehrere Wärmeerzeuger kombiniert, etwa Solarthermie, Wärmepumpe und eine zusätzliche Heizungsanlage, spricht man von einem multivalenten Speicher.

Deep Dive: Temperaturschichtung im Solarspeicher

In einem Solar-Warmwasserspeicher bildet sich eine natürliche Temperaturschichtung. Warmes Wasser steigt nach oben, während kühleres Wasser im unteren Bereich des Speichers bleibt.

Diese Schichtung ist entscheidend für die Effizienz der Solarthermieanlage. Die Solarwärme wird über den Wärmetauscher meist im unteren Speicherbereich eingebracht. Dort ist das Wasser kühler. Dadurch entsteht ein größerer Temperaturunterschied zur Solarflüssigkeit aus den Kollektoren. Wärme kann so leichter übertragen werden, auch wenn die Sonne nur wenig Energie liefert. Gleichzeitig sammelt sich das heißeste Wasser im oberen Bereich des Speichers. Von dort wird es für Dusche, Bad oder Küche entnommen.

Die Schichtung hat mehrere Vorteile für den Betrieb der Anlage:

bessere Nutzung der Solarwärme: Auch bei geringerer Sonneneinstrahlung kann Wärme in den kühleren unteren Bereich des Speichers übertragen werden.
hoher Warmwasserkomfort: Im oberen Speicherbereich steht jederzeit ausreichend heißes Wasser zur Verfügung.
effiziente Zusammenarbeit mit dem Heizsystem: Das Nachheizen erfolgt gezielt im oberen Bereich, während der untere Bereich weiterhin Solarwärme aufnehmen kann.

Mit welchen Heizsystemen lässt sich ein Solar-Warmwasserspeicher kombinieren?

Ein Solar-Warmwasserspeicher lässt sich mit vielen Heizsystemen kombinieren, zum Beispiel mit Gas- oder Ölheizungen, Wärmepumpen sowie Holz- und Pelletheizungen.

Die Solarthermieanlage übernimmt dabei einen Teil der Warmwasserbereitung, das Heizsystem sorgt bei Bedarf für die Nachheizung.

Typische Kombinationen sind:

  • Gas- oder Ölheizung: Diese klassischen Heizsysteme werden häufig mit Solarthermie kombiniert. Die Solaranlage unterstützt die Warmwasserbereitung, die Heizung heizt in bestimmten Situationen nach.
  • Wärmepumpe: Auch Wärmepumpen lassen sich gut mit Solarthermie verbinden. Die Sonnenwärme unterstützt die Wärmepumpe bei der Warmwasserbereitung. Warum diese Kombination besonders effizient ist, erklären wir in der nächsten Frage.
  • Holz- oder Pelletheizung: Hier wird Solarthermie besonders häufig eingesetzt. Im Sommer kann die Solaranlage die Warmwasserbereitung oft vollständig übernehmen.
  • Hybridanlagen: Auch Anlagen mit mehreren Wärmeerzeugern können mit einem Solar-Warmwasserspeicher kombiniert werden.

Optional ist zusätzlich ein Heizstab einsetzbar. Er sitzt direkt im Speicher und erwärmt das Wasser elektrisch, etwa bei kurzfristig hohem Warmwasserbedarf oder wenn überschüssiger Strom aus einer Photovoltaikanlage genutzt werden soll.

Passt ein Solar-Warmwasserspeicher besonders gut zu einer Wärmepumpe?

Ja. Ein Solar-Warmwasserspeicher ergänzt eine Wärmepumpe sehr sinnvoll, weil die Sonnenwärme einen Teil der Warmwasserbereitung übernimmt und die Wärmepumpe dadurch weniger arbeiten muss.

Wärmepumpen arbeiten besonders effizient, wenn sie möglichst gleichmäßig laufen und nicht ständig nachheizen müssen. Genau hier kann eine Solarthermieanlage unterstützen. An sonnigen Tagen erwärmen die Solarkollektoren das Wasser im Solar-Warmwasserspeicher direkt über den integrierten Wärmetauscher. Die Wärmepumpe muss dann deutlich weniger Energie für die Warmwasserbereitung aufbringen.

Reicht die Sonnenenergie einmal nicht aus, übernimmt die Wärmepumpe automatisch die Nachheizung. Der Speicher verbindet beide Systeme und sorgt dafür, dass die erzeugte Wärme gespeichert und zeitversetzt genutzt werden kann.

Gerade bei modernen Heizsystemen entsteht so eine besonders effiziente Kombination aus Wärmepumpe und Solarthermie.

Wie groß sollte ein Solar-Warmwasserspeicher sein?

In Einfamilienhäusern werden häufig Solar-Warmwasserspeicher mit 300 bis 500 Litern eingesetzt. Die Größe richtet sich nach dem Warmwasserbedarf im Haushalt und nach der Größe der Solaranlage.

Der Solarspeicher muss groß genug sein, um die tagsüber gewonnene Sonnenwärme aufzunehmen und später wieder abzugeben. Ist der Speicher zu klein, kann ein Teil der Solarwärme nicht genutzt werden. Ist er zu groß, entstehen unnötige Kosten.

Für Einfamilienhäuser haben sich bestimmte Größen als Orientierung bewährt:

  • 2–3 Personen: etwa 250-300 Liter
  • 3–4 Personen: etwa 300-400 Liter
  • größere Haushalte: etwa 400-500 Liter

Neben der Personenzahl spielt auch die Größe der Solaranlage eine wichtige Rolle. Je mehr Kollektorfläche auf dem Dach installiert ist, desto mehr Wärme kann entstehen und desto mehr Speicherplatz wird benötigt. Die genaue Auslegung übernimmt in der Praxis ein Fachbetrieb, der Warmwasserbedarf, Kollektorfläche und Heizsystem gemeinsam betrachtet.

Wie viel Warmwasser kann eine Solarthermieanlage mit einem Solarspeicher liefern?

Eine gut dimensionierte Solarthermieanlage kann in Verbindung mit einem Solarspeicher im Jahresdurchschnitt etwa 50 bis 70 % des Warmwasserbedarfs eines Haushalts decken.

Wie viel Warmwasser eine Solarthermieanlage liefern kann, hängt vor allem von der Größe der Solaranlage, dem Speicher und dem Warmwasserverbrauch im Haushalt ab.

  • Im Sommer reicht die Sonnenenergie häufig aus, um den gesamten Warmwasserbedarf zu decken. Duschen, Baden oder Spülen können dann vollständig mit Solarwärme erfolgen.
  • Im Frühjahr und Herbst übernimmt die Solaranlage einen großen Teil der Warmwasserbereitung. Reicht die Sonnenenergie einmal nicht aus, sorgt das Heizsystem für die notwendige Nachheizung.
  • Im Winter ist die Sonneneinstrahlung geringer. In dieser Zeit liefert die Solarthermieanlage meist nur einen kleinenTeil der benötigten Wärme, während das Heizsystem den größten Anteil übernimmt.

Der Solarspeicher spielt dabei eine entscheidende Rolle: Er nimmt die tagsüber gewonnene Wärme auf und hält sie so lange bereit, bis im Haushalt warmes Wasser benötigt wird. Dadurch wird im Alltag deutlich weniger Energie aus Gas, Öl oder Strom benötigt. Das senkt die Energiekosten und reduziert gleichzeitig den CO₂-Ausstoß, weil ein großer Teil des Warmwassers direkt aus Sonnenenergie entsteht.

 

Wie bleibt das Trinkwasser in einem Solar-Warmwasserspeicher hygienisch?

Die Trinkwasserhygiene bleibt gewährleistet, wenn der Solar-Warmwasserspeicher regelmäßig ausreichend hohe Temperaturen erreicht. Dadurch wird auch die Vermehrung von Legionellen zuverlässig verhindert.

In einem Solar-Warmwasserspeicher wird warmes Trinkwasser ähnlich wie in einem klassischen Trinkwasserspeicher bevorratet. Die Erwärmung erfolgt jedoch teilweise über eine Solarthermieanlage. Da die Sonnenenergie nicht jederzeit verfügbar ist, können die Temperaturen im Speicher im Tagesverlauf schwanken.
Damit sich Legionellen nicht vermehren, sorgt das Heizsystem bei Bedarf für eine zusätzliche Erwärmung des Speichers. Moderne Heizungsregelungen stellen sicher, dass regelmäßig ausreichend hohe Temperaturen erreicht werden.

Für eine dauerhaft sichere Trinkwasserhygiene sind vor allem drei Punkte entscheidend:

ausreichende Speichertemperatur: Der Speicher sollte regelmäßig hohe Temperaturen erreichen, um eine hygienische Warmwasserbereitung zu gewährleisten.
korrekt arbeitende Regelung und Temperaturfühler: Sie steuern das Zusammenspiel zwischen Solarthermieanlage und Heizsystem.
regelmäßige Wartung der Anlage: Sicherheitsbauteile, Sensoren und Einstellungen werden dabei überprüft.

Bei fachgerechter Planung und Einstellung lässt sich Solarthermie problemlos mit einer sicheren Warmwasserbereitung im Haushalt verbinden.

Gibt es Alternativen zu einem klassischen Solar-Warmwasserspeicher?

Ja. Neben klassischen Solar-Warmwasserspeichern kommen je nach Heizsystem auch Pufferspeicher, Frischwasserspeicher oder Kombispeicher zum Einsatz.

Ein klassischer Solar-Warmwasserspeicher wird vor allem eingesetzt, wenn Solarthermie hauptsächlich für die Warmwasserbereitung genutzt wird. In vielen Heizsystemen werden jedoch andere Speicherlösungen verwendet, die zusätzliche Funktionen übernehmen können.

  • Pufferspeicher: Ein Pufferspeicher speichert Heizwasser statt Trinkwasser. Er wird häufig eingesetzt, wenn Solarthermie auch die Heizung unterstützen soll oder mehrere Wärmeerzeuger miteinander kombiniert werden.
  • Frischwasserspeicher: Hier wird kein warmes Trinkwasser bevorratet. Das Wasser wird erst beim Zapfen über einen Wärmetauscher erwärmt. Dadurch gilt diese Lösung als besonders hygienisch.
  • Kombispeicher: Verbindet Heizungs- und Warmwasserspeicher in einem Gerät und spart Platz im Technikraum.

Je nach Gebäude, Heizsystem und Warmwasserbedarf kann daher eine andere Speicherlösung sinnvoll sein. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Unterschiede.

SpeicherlösungKurz erklärtVorteilGute Wahl, wenn...
Solar-Warmwasserspeicher
Speichert erwärmtes Trinkwasser aus der Solarthermie
einfache, bewährte Lösung für Warmwasser
deine Solaranlage vor allem Warmwasser für Bad und Küche liefern soll
Pufferspeicher mit Solaranschluss
Speichert Heizungswasser und nimmt Solarwärme auf
kann auch die Heizung unterstützen
Solarthermie zusätzlich Heizenergie liefern soll
Frischwasserspeicher (Hygienespeicher)
speichert Heizungswasser und erwärmt Trinkwasser erst beim Zapfen
sehr hohe Trinkwasserhygiene
dir Hygiene besonders wichtig ist oder eine Wärmepumpe eingesetzt wird
Kombispeicher
kombiniert Heizungs- und Warmwasserspeicher in einem Gerät
platzsparende Lösung
wenig Platz im Technikraum vorhanden ist
  • Helge Möller
  • Leiter Produktmanagement

Experten-Tipp: Solarthermie mit hygienischer Trinkwasserbereitung

"Wenn du Solarthermie nutzen möchtest und gleichzeitig besonderen Wert auf Hygiene legst, kann auch ein Frischwasser- oder Hygienespeicher eine interessante Lösung sein. Solche Systeme werden häufig mit weiteren Wärmeerzeugern kombiniert, zum Beispiel mit einer Wärmepumpe.

Anders als bei einem klassischen Solar-Warmwasserspeicher wird dabei kein Trinkwasser im Tank gespeichert. Im Speicher befindet sich nur Heizungswasser, das von der Solarthermieanlage erwärmt wird. Das Trinkwasser wird erst dann erhitzt, wenn tatsächlich warmes Wasser benötigt wird.

So lässt sich die Solarwärme effizient speichern, während das Trinkwasser hygienisch im Durchflussprinzip erwärmt wird. Wie dieses System genau funktioniert, erklären wir ausführlich in unserer Kaufberatung zu Frischwasserspeichern."

Wie wird ein Solar-Warmwasserspeicher eingebunden und welche Komponenten werden dafür benötigt?

Ein Solar-Warmwasserspeicher wird über eine Solarstation mit den Solarkollektoren verbunden. Die Solarflüssigkeit überträgt ihre Wärme über den Wärmetauscher im unteren Speicherbereich.

Dabei arbeiten mehrere Komponenten zusammen. Die Solarstation verbindet Kollektoren und Speicher. Sie enthält unter anderem die UmwälzpumpeSicherheitsbauteile und die Regelung der Solaranlage.
Temperaturfühler messen die Temperaturen in Kollektoren und Speicher. Der Solar Regler startet die Solarpumpe nur dann, wenn ausreichend Sonnenwärme vorhanden ist. Reicht die Solarenergie nicht aus, übernimmt automatisch das vorhandene Heizsystem das Nachheizen.
In vielen Häusern gehört außerdem eine Zirkulationsleitung zum Warmwassersystem. Sie sorgt dafür, dass warmes Wasser sofort an der Entnahmestelle verfügbar ist, ohne lange warten zu müssen.

Typische Komponenten einer Solarthermieanlage sind zum Beispiel:

Info-Box: Korrosionsschutz bei Solar-Warmwasserspeichern

Die meisten Solar-Warmwasserspeicher bestehen aus einem Stahlbehälter mit einer glasartigen Emaille-Beschichtung. Diese schützt den Speicher vor Korrosion und sorgt dafür, dass das Trinkwasser nicht direkt mit dem Stahl in Kontakt kommt.

Zusätzlich besitzen diese Speicher eine Magnesium-Opferanode. Sie schützt den Behälter, indem sie bevorzugt vom Wasser angegriffen wird und so den Stahlkorpus bewahrt. Im Rahmen der Heizungswartung wird die Anode regelmäßig überprüft und bei Bedarf ersetzt.

Wie aufwendig ist die Wartung eines Solar-Warmwasserspeichers?

Ein Solar-Warmwasserspeicher gilt als wartungsarm. Trotzdem sollte er regelmäßig im Rahmen der Heizungswartung überprüft werden, damit die Anlage dauerhaft effizient und zuverlässig arbeitet.

Im Alltag konzentriert sich die Wartung vor allem auf einige wenige Bauteile:

  • Korrosionsschutz prüfen: Bei emaillierten Speichern wird die Magnesium-Opferanode während der Wartung kontrolliert und bei Bedarf ersetzt.
  • Sicherheitsbauteile kontrollieren: Sicherheitsventile, Anschlüsse und Dichtungen werden überprüft, damit Druck und Temperatur im System im zulässigen Bereich bleiben.
  • Temperaturfühler und Regelung testen: Die Sensoren messen die Temperaturen im Speicher und steuern die Solaranlage. Nur wenn sie korrekt arbeiten, wird die Solarwärme optimal genutzt.
  • Wärmetauscher und Speicher auf Ablagerungen prüfen: Je nach Wasserqualität können sich Kalkablagerungen bilden. Eine gelegentliche Kontrolle oder Entkalkung sorgt dafür, dass die Wärmeübertragung effizient bleibt.
  • Dämmung und Leitungen kontrollieren: Eine intakte Isolierung verhindert Wärmeverluste. Auch Leitungen und Anschlüsse sollten regelmäßig auf Dichtheit geprüft werden.

Bei fachgerechter Installation und regelmäßiger Wartung erreichen Solar-Warmwasserspeicher in der Praxis oft eine Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren oder mehr.

Kann man einen Solar-Warmwasserspeicher auch als Komplettsystem kaufen?

Ja. Ein Solar-Warmwasserspeicher wird häufig zusammen mit Solarkollektoren, Solarstation und Regelung als abgestimmte Solarthermieanlage angeboten.

Ein Solar-Warmwasserspeicher kann einzeln in ein bestehendes Heizsystem eingebunden werden. In vielen Fällen lässt sich auch ein vorhandener Warmwasserspeicher nachträglich mit einer Solarthermieanlage kombinieren - vorausgesetzt, er besitzt einen geeigneten Wärmetauscher oder einen zusätzlichen Anschluss für Solar.

Viele Anlagen werden jedoch direkt als Komplettlösung geplant. Dabei sind Speicher, Kollektoren und Regelung bereits technisch aufeinander abgestimmt. Das erleichtert die Planung und sorgt dafür, dass alle Komponenten optimal zusammenarbeiten. Besonders bei Neubauten oder größeren Modernisierungen entscheiden sich viele Hausbesitzer deshalb für eine Solaranlage mit Speicher oder eine Solarthermie-Komplettanlage, bei der alle Bauteile bereits als System vorgesehen sind.

Häufige Probleme und deren Lösungen

  1. Mein Warmwasser reicht trotz Solaranlage nicht aus.
    Reicht das Warmwasser nicht aus, liegt das meist an der Nachheizung oder an der Einstellung der Anlage. Prüfe zunächst, ob die zweite Wärmequelle (z. B. Gasheizung, Wärmepumpe oder Heizstab) korrekt nachheizt und ob die Speichertemperatur ausreichend hoch eingestellt ist. Auch eine zu kleine Speichergröße oder eine ungünstige Regelung der Solaranlage können dazu führen, dass weniger Warmwasser verfügbar ist. Ein Fachbetrieb kann Einstellungen und Dimensionierung schnell überprüfen und optimieren.

  2. Meine Solaranlage liefert deutlich weniger Wärme als früher.
    Wenn der Solarertrag im Laufe der Zeit spürbar abnimmt, kann das verschiedene Ursachen haben. Häufig liegt es an verschmutzten Kollektoren, falschen Reglereinstellungen oder an Ablagerungen im Wärmetauscher des Solarspeichers.
    Eine Kontrolle der Solaranlage, der Temperaturfühler und der Solarstation schafft hier meist schnell Klarheit. Auch eine Überprüfung des Wärmetauschers kann sinnvoll sein, damit die Wärme aus den Kollektoren wieder effizient in den Speicher übertragen wird.

  3. Mein Solar-Warmwasserspeicher verliert schnell an Temperatur.
    Ein Warmwasserspeicher ist stark gedämmt, damit die gespeicherte Wärme möglichst lange erhalten bleibt. Wenn die Wassertemperatur dennoch schnell sinkt, kann dies auf eine beschädigte oder unzureichende Dämmung hinweisen. Auch lange ungedämmte Rohrleitungen oder eine ständig laufende Zirkulationspumpe können Wärmeverluste verursachen. Eine Überprüfung der Dämmung und der Zirkulation hilft, unnötige Energieverluste zu vermeiden.

  4. Mein Warmwasser wird zeitweise sehr heiß.
    An sonnigen Tagen kann eine Solarthermieanlage sehr hohe Temperaturen erzeugen. Wird gleichzeitig wenig Warmwasser verbraucht, kann sich der Speicher stark aufheizen. Ein thermostatisches Mischventil sorgt dafür, dass die Wassertemperatur an den Entnahmestellen sicher und angenehm ist. Zusätzlich kann die Regelung der Solaranlage so eingestellt werden, dass Überhitzung vermieden wird.
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